Integration von Twitter, Identi.ca usw. auf editionswissenschaft.net?

Liebe ForenteilnehmerInnen,

eines der Ziele von editionswissenschaft.net ist es, den Austausch und die Diskussion über aktuelle editionswissenschaftliche Themen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Was die Geschwindigkeit des Austauschs, aber auch die Publizität angeht, sind Twitter & Co. derzeit ungeschlagen. "Tweets" werden inzwischen von Google sogar in Echtzeit gefunden, was für die Verbreitung von Nachrichten von Vorteil ist.

Sollte editionswissenschaft.net Twitter oder die freie Alternative, Identi.ca, integrieren? D.h.: einen eigenen editionswissenschaft.net-Account anlegen und pflegen, die editionswissenschaftlichen Nachrichten über Twitter verbreiten bzw. relevante Tweets auf der Frontpage von editionswissenschaft.net abbilden?

Kommentare

Einerseits, andererseits ...

Grundsätzlich bringt es wahrscheinlich Publizität (und Hits) für editionswissenschaft.net, die Posts der Plattform auf Twitter und Identi.ca hinauszupusten. Mit den entsprechenden Tags #editionswissenschaft, #digitalhumanities, #textualscholarship versehen, könnte man so vielleicht sogar eine internationale Fachöffentlichkeit interessieren. Ob sich auf Twitter und Identi.ca wirklich interessante Diskussionen entwickeln? 

Andererseits bin ich mir noch nicht so ganz sicher, welchen Sinn es macht, die Datenströme der beiden Plattformen auf editionswissenschaft.net abzubilden. Man würde natürlich filtern, aber unter den gefilterten Nachrichten sind doch nur wenige "Perlen" ... Immerhin gibt es mehrere Möglichkeiten, dies zu tun: Man kann entweder den Live-Nachrichtenstrom auf editionswissenschaft.net abbilden lassen oder einmal wöchentlich (oder alle paar Tage) automatisch eine Art Digest der gefilterten Ergebnisse auf editionswissenschaft.net einstellen lassen.  

Was meint ihr, macht das Sinn?

Was ich auf jeden Fall machen will, ist, die RSS-/Atom-Feeds der wichtigsten Institutionen, Gruppen und Periodika auf der Seite zusammenführen. (Natürlich erst, nachdem ich die Verantwortlichen gefragt habe.)

Das Vascoda-Projekt jedenfalls ...

... scheint zu wissen, weswegen Fachportale twittern sollten. Und argumentiert dafür.

Microblogging

Ich habe zwei sehr persönliche Argumente dagegen:

  1. glaube ich kaum, daß damit jd. erreicht wird, der nicht auch über rss-feeds oder Newsletter erreicht wird. Schon gar nicht mit relevanten Inhalten.
  2. habe ich selbst gar keine Lust, derart gehäckselte Informationen zu lesen. Und noch weniger, sie zu verfassen ...

Entsprechend hoffe ich auch, daß der Zenit des Microblogging-Hypes bereits erreicht ist. Soweit also mein "zwei Cents" zu Twitter et al.

Grüße!

PS: Was die bei vascoda genannte Publizität im Sinne von Suchmaschinen-Treffern angeht: Nach meinen Erfahrungen bringt Google mittlerweile zuverlässig auch Foren- & Blogeinträge zu eingegrenzten Suchbegriffen an prominenter Stelle. Wozu also twittern, wenn unsere Foren-Aktivität eh gelistet wird? (Oder ist das jetzt naiv??)

Re: Microblogging ...

Hi Michael,

nein, das ist nicht naiv ... Twitter, Identi.ca & Co sind einfach Suchmaschinenverstärker und man kann auf diese Weise bei wachsender Schlagwortmenge auf der Seite die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man mit Stichworten wie "Textkritik" oder "Lachmann" usw. direkt gefunden wird. Darüber hinaus sehe ebenfalls wenig Sinn im Twittern ...  

Was Deine Skepsis gegenüber Twitter-Posts in den digitalhumanities angeht, kann ich nur zustimmen. Ich habe mal die Probe aufs Exempel gemacht und versucht, mit entsprechenden Stichworten die beiden Plattformen nach Interessantem abzugrasen. Das Ergebnis war eher ernüchternd, viel Belangloses dabei und ein Call for Papers, den ich über einen RSS-Feed der STS auch gefunden hätte (wenn ich ihn damals schon abonniert hätte).

Und grundsätzlich ist das Microblogging-Kurzformat natürlich der editionswissenschaftlichen Fachkultur erstmal fremd ... so fremd, dass mir die (ganz ergebnisoffene) Frage interessant erschien, ob man damit nicht etwas Interessantes anfangen könnte ... 

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